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Heimat | Fremde

Visualisierte Musik
12. Februar 2005, Staatstheater Wiesbaden (Spielstätte Wartburg), Wiesbaden

Die erste Inszenierung im Jahr 2005 war als einmaliges Sonderprogramm in einer Reihe der Musik-Theater-Werkstatt des Staatstheaters Wiesbaden geplant, in der regelmäßig zeitgenössiche elektronische Musik vorgestellt und besprochen wurde. Ernst August Klötzke, der Leiter der Musik-Theater-Werkstatt, hatte die Idee, an diesem besonderen Abend nicht „nur“ Musik vorzuspielen, wie es bei den anderen Veranstaltungen üblich war, sondern zusätzlich eine Visualisierung anzubieten. Er stellte dafür ein circa einstündiges Musikprogramm zusammen und übergab es mir mit der Bitte, für dieses Programm mit meinen Studierenden eine Visualisierung zu erarbeiten. In diesem Kontext kann man leicht verstehen, welche Aufgabe der Begriff „Visualisierte Musik“ am Anfang unserer Entwicklung hatte. Er gab dem Publikum der traditionsreichen Musikveranstaltung ganz lapidar folgenden Hinweis: Diesmal gibt es nicht nur „was“ zu hören, sondern auch „was“ zu sehen.

Die visuellen Arbeiten verstanden sich dabei von Anfang an als „Erweiterung“ der Musik und nicht als „direkte Entsprechung“ oder „bildliche Übersetzung“, wie man es dem Untertitel „Visualisierte Musik“ missverständlich entnehmen könnte. Der Student Manuel van Dyck formulierte den Anspruch an die Bildwelten im Programmheft 2008 folgendermaßen: „Bei diesem Projekt gilt es, mit Licht eine Landschaft zu zeichnen, in der sich der Ton bewegen kann“.

Das Publikum nahm das Zusammenspiel von Bild und Klang dankend an. Der Erfolg der Inszenierung, die unter dem Titel „Heimat | Fremde“ am 12. Februar 2005 aufgeführt wurde, ermutigte uns, weitere Veranstaltungen zu planen. So wurde der Grundstein für einen bis heute nicht abgeschlossenen Prozess gelegt, der das bestehende Konzept ständig hinterfragt, erweitert und verfeinert – und dem Begriff „Visualisierte Musik“ immer neue Interpretationen zufügt.

Kompositionen: Jean-Marc Duchenne, Alois Bröder, Patrick Kosk, Alain Savouret, Paul Lansky

Visualisierungen: Ulrike Hülsey, Sven Lipok, Steven Löttgers, Paul Rischer, Jennifer Rohrbach, Matthias Schreiber, Verena Schupp, Andreas Thies

Künstlerische Leitung: Tjark Ihmels, Ernst August Klötzke

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